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PRESSE – « Digitaler Vorreiter »

PRESSE

La traduction en français se trouve au bas de cette page

GLATTALER

Digitalisierung braucht ihre Zeit [PDF]

 


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Digitalisierung braucht ihre Zeit [PDF]


 

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Wir waren vorbereitet [PDF]

 


 

ANZEIGER VON USTER

Die Corona-Situation zwingt die Schulen, über digitale Lernangebote machzudenken


ZÜRCHER OBERLÄNDER

Digitaler Vorreiter

 

Die Corona-Krise trifft auch die Schulen. Seit dieser Woche dürfen Schüler ihre Schulen nicht mehr betreten, die Schulleitungen müssen überall Heimunterricht organisieren. In der französischen Privatschule, dem Lycée Français in Dübendorf fiel der Wechsel zum Home-Schooling vergleichsweise unspektakulär aus. Dort arbeiten die Schüler bereits seit dreieinhalb Jahren mit Tablets. Der Unterreicht wurde im Rahmen eines Digitalisierungsprojekts Schritt für Schritt angepasst. François Latouche, der stellvertretende Schulleiter, leitet das Projekt.

François Latouche, konnte im Lycée Français die Schule am Montag normal weitergehen?
François Latouche: In grossen Teilen. Einzelnen Schülern fehlten noch bestimmte Passwörter, aber die meisten konnten von zu Hause aus unterrichtet werden. Am Montag wurden die Lehrer zudem in einem Workshop auf die nächsten Wochen vorbereitet. Am Dienstag konnten alle Klassen wie gehabt mit dem Unterricht fortfahren. Wir waren auf die Situation vorbereitet.

Wie sieht der Unterricht am Lycée Français aus, seit das Digitalprojekt vor dreieinhalb Jahren gestartet ist?
Die Schüler haben je ein Tablet, welches ihnen von der Schule zur Verfügung gestellt wurde. Darauf lösen sie Aufgaben, teilweise sind diese spielerisch gestaltet. Der Lehrer sieht die Resultate der Schüler sofort auf seinem Tablet, was ihm erlaubt, direkt individuell Repetitionen oder weiterführende Aufgaben anzuordnen. Die Implementierung der Tablets in den Unterricht war ein langer Prozess. Die Lehrer wurden dementsprechend weitergebildet. Und wir mussten herausfinden, wie wir die Online-Möglichkeiten mit den Offline-Bereichen sinnvoll verbinden können.

«Es kann nicht sein, dass die Schüler in einer völlig anderen Welt leben, als der, die sie in der Schule vorfinden.»

Warum haben Sie sich für den digitalen Unterricht entschieden?
Es gab drei Gründe: Erstens wollen wir unsere Schüler auf das Leben von Morgen adäquat vorbereiten. Zweitens wollen wir unsere Pädagogik an die aktuellen Bedingungen anpassen. Es kann nicht sein, dass die Schüler in einer völlig anderen Welt leben, als der, die sie in der Schule vorfinden, nur weil die Schulen den digitalen und technischen Standards nicht gerecht werden. Drittens hat der französische Staat, dem wir unterstellt sind, vor einigen Jahren alle Schulen aufgefordert, sich auf die Digitalisierung einzustellen. Das haben wir umgesetzt.

Wie sieht der Unterrichtsalltag am Lycée Français seit diesem Montag aus?
Die Schüler sitzen nun einfach Zuhause mit ihren Tablets, statt in der Schule. Unser Kommunikationstool ist Microsoft Teams. Dort treffen sich die Schüler in virtuellen Klassen für den gemeinsamen Unterricht. Dazu kommen dann individuelle Lerneinheiten und Aufgaben, die die Schüler in ihrem eigenen Tempo durchführen können. Auch Offline. Der digitale Unterricht hat den analogen bei uns ja nicht ersetzt, sondern erweitert.

Wie sieht es bei den jüngeren und bei den Schülern aus, die nicht zu Hause bleiben können?Weil sie nicht so autonom sind, ist die Umsetzung des digitalen Unterrichts bei den Primarschülern nicht ganz so einfach, wie bei den älteren. Bei ihnen hängt der Erfolg des Unterrichts zu Hause auch zu einem Teil von den Eltern ab. Das Betreuungsangebot, welches der Kanton allen Schulen vorgeschrieben hat, nehmen am Lycée Français nur zwei Schüler wahr.

Wie verhindern Sie, dass die Tablets statt des Unterrichts für Spiele oder anderes benutzt werden?
Die Tablets werden zentral von der Informatikstelle überwacht. Wir erfahren alles was die Kinder darauf machen. Und wir steuern auch, dass die Tablets sich Abends und während der Ferien automatisch abschalten. Es ist also sichergestellt, dass die Tablets reine Arbeitsgeräte sind.

«Wir sind bereit, in der jetzigen Situation mit Know-How auszuhelfen.»

Andere Schulen in der Schweiz sind nicht so gut auf den Unterricht von zu Hause aus vorbereitet. Haben Sie schon Anfragen bekommen, um in der jetzigen Situation mit Ihren Erfahrungswerten und Ratschlägen auszuhelfen?
Nein. Seit der Corona-Krise haben wir noch keine derartigen Anfragen bekommen. Wir tauschen uns aber seit Beginn des Projekts international mit anderen interessierten Schulen aus. Ich halte sehr oft Vorträge zum Thema «digitalisierter Unterricht» an anderen französischen Schulen auf der ganzen Welt. Wir sind aber bereit, auch hier in der jetzigen Situation mit Know-How auszuhelfen, soweit wir können.

Glauben Sie, dass die Corona-Krise auch eine Chance für das Bildungswesen sein kann, sich zu modernisieren?
Ich glaube, dass die Schulen jetzt gezwungen sind, sich zu fragen, wie digitale Geräte das pädagogische Angebot erweitern können. Man muss sich aber auch vor Augen halten, dass wir vor dem Start des Projekts bereits zwei Jahre lang überlegt haben, wie man die digitalen Angebote so anwenden kann, dass sie den Schülern effektiv beim Lernen helfen. Und wir diskutieren und ändern die Implementierung laufend. Eine Digitalisierung braucht ihre Zeit.

«Wir haben viel Geld in den Wandel investiert.»

Was sind die wichtigsten Punkte bei der Umsetzung der Digitalisierung im Unterricht?
Wir haben viel Geld in den Wandel investiert; die Geräte angeschafft und die Lehrkräfte weitergebildet. Ohne das Mitziehen der Lehrer funktioniert die Umsetzung nicht. Wichtig ist auch, dass die Digitalisierung auf allen Ebenen stattfindet. Auch auf der finanziellen, der inhaltlichen und der emotionalen. Einige Mitarbeiter standen dieser bei uns am Anfang sehr kritisch gegenüber. Aber wir haben nicht aufgegeben und versucht, die Kritikpunkte anzugehen.

Wissen Sie schon, inwiefern die aktuelle Situation sich auf die Prüfungen Ihrer Schüler auswirken wird?
Nein, aber wir hoffen, dass die Prüfungen und vor allem auch die «Baccalaureatstests» normal im Gebäude des Lycée Français stattfinden können. Auch wenn wir gut auf das Lernen von Zuhause aus vorbereitet sind, freuen wir uns, wenn alle wieder ins Schulhaus dürfen.

TRADUCTION

François Latouche du Lycée Français, Dübendorf
« Nous étions préparés »

Dübendorf: Au Lycée Français , la plupart des élèves ont pu continuer leurs cours le lundi malgré la fermeture des écoles. L’école privée a commencé l’éducation numérique il y a trois ans et demi.

Mercredi 18 mars 2020, 12h30
Au Lycée Français à Dübendorf, l’enseignement se fait depuis quelque temps déjà par voie numérique.

La crise du Coronavirus touche également les écoles. Depuis cette semaine, les élèves ne sont plus autorisés à entrer dans leur école et les administrations scolaires doivent organiser partout l’enseignement à domicile. Dans l’école privée française, le Lycée français à Dübendorf, le passage à l’enseignement à domicile a été relativement peu spectaculaire. Là-bas, les étudiants travaillent déjà avec des tablettes depuis trois ans et demi. Les leçons ont été adaptées étape par étape dans le cadre d’un projet de numérisation. François Latouche, le proviseur adjoint, gère le projet numérique.

François Latouche, l’école du Lycée français a-t-elle pu continuer normalement lundi ?

François Latouche : En grande partie. Certains étudiants n’avaient pas encore de mots de passe, mais la plupart d’entre eux pouvaient recevoir les cours de la maison. Le lundi, les enseignants ont été préparés pour les semaines à venir dans le cadre d’un atelier. Le mardi, toutes les classes ont pu poursuivre leurs cours comme d’habitude. Nous étions préparés à cette situation.

Comment se présentent les cours au Lycée français depuis le lancement du projet numérique il y a trois ans et demi ?

Les élèves ont chacun une tablette qui leur a été fournie par l’école. Ils l’utilisent pour résoudre des tâches, dont certaines sont conçues de manière ludique. L’enseignant voit les résultats des élèves immédiatement sur sa tablette, ce qui lui permet d’adapter immédiatement des contenus personnalisés ou des tâches supplémentaires. La mise en place des tablettes en classe a été un long processus. Les enseignants ont été formés en conséquence. Et nous devions trouver le juste équilibre entre le travail traditionnel et le travail en ligne
« Il est impossible que les élèves vivent dans un monde complètement différent de celui qu’ils trouvent à l’école ».

Pourquoi avez-vous décidé de passer au numérique ?

Il y a trois raisons à cela nous voulions tout d’abord préparer adéquatement nos élèves à la vie de demain. Deuxièmement, nous voulions adapter notre pédagogie aux conditions actuelles. Il n’est pas pensable que des élèves vivent dans un monde complètement différent de celui qu’ils trouvent à l’école, tout ça parce que les écoles ne répondraient pas aux normes numériques et techniques. Troisièmement, il y a quelques années, l’état français dont nous dépendons, a demandé à toutes les écoles de s’adapter à l’éducation numérique. Nous avons donc mis cela en œuvre.

Quel est le quotidien de l’enseignement au Lycée Français depuis ce lundi ?

Les élèves sont maintenant simplement assis à la maison avec leurs tablettes au lieu d’être à l’école. Notre outil de communication est Microsoft Teams. Les élèves s’y retrouvent dans des classes virtuelles pour des leçons communes. En outre, il existe des unités d’apprentissage et des tâches individuelles que les élèves peuvent accomplir à leur propre rythme. Également hors ligne. Après tout, l’enseignement numérique n’a pas remplacé nos méthodes d’enseignement habituel mais est venu les élargir.

Quelle est la situation des jeunes élèves et des élèves qui ne peuvent pas rester à la maison ?

Parce qu’ils ne sont pas si autonomes, la mise en œuvre de l’enseignement numérique n’est pas aussi facile pour les élèves du primaire que pour les élèves plus âgés. Pour eux, le succès des leçons à la maison dépend aussi, dans une certaine mesure, de leurs parents. Seuls deux élèves du Lycée français profitent des structures d’accueil que le canton a rendues obligatoires pour toutes les écoles.

Comment empêcher que les tablettes ne soient utilisées pour des jeux ou d’autres usages au lieu d’être utilisées à des fins pédagogiques ?

Les tablettes sont contrôlées de manière centralisée par le département informatique. Nous découvrons tout ce que les enfants y font dessus. Et nous contrôlons également que les tablettes s’éteignent automatiquement le soir et pendant les vacances. Il est donc garanti que ces tablettes sont clairement des outils de travail.

« Nous sommes prêts à apporter notre savoir-faire dans la situation actuelle ».

D’autres écoles en Suisse ne sont pas aussi bien préparées à l’enseignement à domicile. Avez-vous déjà reçu des demandes pour vous aider dans la situation actuelle grâce à votre expérience et à vos conseils ?

Non. Depuis la crise du Coronavirus, nous n’avons reçu aucune demande de ce type. Cependant, depuis le début du projet, nous avons échangé des informations avec d’autres écoles intéressées au niveau international. Je donne très souvent des conférences sur le thème de « l’enseignement numérisé » dans d’autres écoles françaises à travers le monde. Mais nous sommes prêts à apporter notre aide en matière de savoir-faire, dans la mesure où nous le pouvons dans la situation actuelle.

Pensez-vous que la crise liée au Coronavirus pourrait être une opportunité de se moderniser pour le système éducatif ?

Je crois que les écoles sont maintenant obligées de se demander comment l’équipement numérique peut élargir l’éventail des possibilités éducatives. Cependant, il est également important de se rappeler qu’avant de lancer le projet, nous avions déjà passé deux ans à réfléchir à la manière d’utiliser les services numériques de façon à ce qu’ils puissent aider efficacement les élèves à apprendre. Et nous discutons et modifions constamment la mise en œuvre. Cela prend du temps.
« Nous avons investi beaucoup d’argent dans le changement. »

Quels sont les points les plus importants de la mise en œuvre de l’éducation numérique en classe ?

Nous avons investi beaucoup d’argent dans le projet ; nous avons acheté du matériel et formé les enseignants. Sans l’implication des enseignants, la mise en œuvre ne fonctionnera pas. Il est également important que la mise en œuvre de l’éducation numérique se fasse à tous les niveaux, financiers, émotifs et des contenus. Certains de nos collaborateurs ont été très critiques à ce sujet au début. Mais nous n’avons pas abandonné et avons essayé de répondre aux critiques.

Savez-vous déjà dans quelle mesure la situation actuelle affectera les examens de vos étudiants ?

Non, mais nous espérons que les examens, et notamment les épreuves du « Baccalauréat », pourront se dérouler normalement dans le bâtiment du Lycée Français. Même si nous sommes bien préparés pour apprendre à la maison, nous serions heureux que chacun puisse retourner dans le bâtiment de l’école.

 

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